Die Überraschung konnte Schwester Michaela nicht verbergen, als eine kleine Delegation – bestehend aus Angela Schwarz als Vertretung des verhinderten Geschäftsführers Dr. Siegfried Schmidbauer, den hauptberuflichen Lehrkräften Gertraud Schmid und Gabriele Fuger-Kronschnabl sowie des nebenberuflichen Lehrers Reinhard Sprenger - mit einem Blumenstrauß und Pralinen in ihrem Büro zum 20-jährigen Dienstjubiläum als Schulleiterin gratulierten.
Seit dem Schuljahr 1982/83 ist die sympatische Ordensschwester als Pflegelehrerin an der Altenpflegeschule tätig. Völlig unerwartet wurde ihr am 1.2.1991 die Schulleitung von der Provinzoberin des Ordens zunächst für die Dauer eines Jahres mit der Absicht übertragen, eine geeignete Schulleitung auszuschreiben. Nach Ablauf des Jahres war jedoch keine Rede mehr von der Einstellung einer externen Schulleitung und so ist Schwester Michaela – von vielen Schülern liebevoll „Mama Michi“ genannt – inzwischen seit 20 Jahren mit der verantwortungsvollen Aufgabe der Ausbildung von qualifizierten Pflegekräften befasst.
In dieser Zeit haben 209 Altenpflegerinnen und 47 Altenpfleger sowie eine Ordensschwester in Vollzeit das Examen erreicht. Zusätzlich wurden 76 examinierte Pflegekräfte von 1991 bis 2003 in Teilzeitform sowie weitere 48 Pflegefachhelfer(innen) einjährig ausgebildet,
ausgebildet, insgesamt also 380 Pflegekräfte. Derzeit befinden sich 60 Schüler(innen) in der 3-jährigen Ausbildung.
Schwester Michaela hofft, dass ab September 2011 auch wieder ein Kurs für die einjährige Ausbildung zur Pflegefachkraft zustande kommen wird; Voraussetzung hierfür ist die Vollendung des 16. Lebensjahres sowie ein Hauptschulabschluss.
Neben der Leitungsfunktion unterrichtet Schwester Michaela die Fächer „Alten- und Krankenpflege Praxis“ sowie „Grundlage der Pflege“ und ist für die Praxisbetreuung der Schüler verantwortlich.
Die Altenpflegeschule ist seit Januar 2010 eine Einrichtung der Rosenium GmbH; die bewährte Schulleitung sowie sämtliche Lehrkräfte sind unverändert geblieben.
Die ausgebildeten Pflegekräfte haben durchwegs einen sicheren Arbeitsplatz in der stationären oder ambulanten Pflege, zumal der Bedarf in den nächsten Jahren bedingt durch die demographische Entwicklung der Bevölkerung noch steigen wird. Insofern hat Altenpflege Zukunft.
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